Weisheiten, in denen oftmals ein Körnchen Wahrheit steckt... Wer in seine Kamera verliebt ist, hat meistens zum Fotografieren keine Zeit mehr. Wer seinen Fotoapparat nicht erschöpfend bedienen kann, soll sich einen einfacheren kaufen. Viele Fotografen sind schon bei der Aufnahme zu weit entfernt und daher auch weit entfernt für ein gutes Foto. Viele Fotografen sehen bedauerlicherweise dort am wenigsten, wo es eigentlich am meisten zu sehen gibt. Arbeit und Kameradschaft sind jene Begriffe, die einen Klub erfolgreich machen. Fotografen, die über einen guten Salon schimpfen, deren Fotos sind dort wahrscheinlich nicht angenommen worden. Wenn Ihnen ein Bild gefällt, dann machen Sie es bitte nicht nach. Machen Sie etwas anders, das jedoch so gut, dass es anderen gefällt. Wenn Fotografen in Bezug auf Bildgestaltung so interessiert wären wie in technische Belange, gäbe es viel mehr gute Fotos. Fotografische Könner urteilen sachlich über die Arbeit eines Kollegen. Nichtkönner und Besserwisser schimpfen. Eigentlich gibt es nur drei Vortragsarten: Rechteck in Quer oder Hochformat und Quadrat. „Panzerschlitze“ sind nur Notlösungen. Wer Fotos nur schlecht wiedergeben kann, sollte dies lieber gar nicht tun. Viele Fotos, die aus Begeisterung eines Redakteurs doppelseitig gebracht werden, verdienen es absolut nicht. Wenn die Vorträge im Klub nicht von Spitzenkönnern bestritten werden, können die Mitglieder nichts lernen. Ein gutes Aktfoto lebt von der Schönheit und Eleganz, nicht von der Erotik. Eine Jury hat nicht zu beurteilen, welche Fotos sie wollen, sondern wie wertvoll die Fotos sind, die ihnen vorgelegt wurden. Weil zu viele schlechte Fotos veröffentlich werden, bleibt für die guten zu wenig Platz. Schade, das Presseberichte über Fotoausstellungen in Zeitungen, wenn überhaupt, zu früh oder zu spät erscheinen. Gäbe es nicht zum Abschluss einer Ausstellungseröffnung ein Büffet, würden noch viel weniger Leute bei der Eröffnung gewesen sein. |